Wo ist denn die Nacht geblieben?

3 Uhr Nachts und obwohl ich schon seit einer Weile schlafen wollte liege ich hier immer noch rum und starre an die Decke (oder gerade eher den Laptop). Tja, so ist das mit Insomnia.

Wer mir auf Twitter folgt weiß, dass mein Schlafrhythmus im Moment mehr als dezent am Arsch ist. Manchmal mixen Depression und Schichtdienst nicht gut.

Aber ich muss mir diesmal auch an die eigene Nase fassen. Ich habe meine Schlafengehen-Rituale wirklich sträflich schleifen lassen die letzten zwei Wochen. Das da nix gutes bei rauskommt hätte klar sein können.

Was macht ihr denn so wenn ihr nachts nicht schlafen könnt?

Ein andern Mal werde ich mal etwas ausführlicher mein Schlafritual erklären. Aber jetzt ist erstmal Zeit für ein bisschen entspanntes Yoga in der Hoffnung das die Äuglein dann endlich zu bleiben.

Bis bald und ich hoffe ihr schlaft alle brav
Die Nachteulen Cas

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i’m like a rubber band

Es ist 01:18. Ich bin immer noch wach. Warum? Weiß ich nicht. Bin todmüde aber kann nicht schlafen.

Den ganzen Tag habe ich nichts geschafft, dabei sieht meine Wohnung aus wie ein Schlachtfeld. Ich habe in den letzten Wochen gerade so viel gemacht das meine Mitbewohnerin nicht vollkommen ausrastet. Aber richtig geputzt schon ewig nicht mehr. Das letzte Mal mein Zimmer gesaugt habe ich vor über einem Monat. Vielleicht länger.

Ich wollte den freien Tag heute unbedingt nutzen zum aufräumen. Damit ich mich wieder wohl fühle in meinen eigenen vier Wänden. Stattdessen hab ich im Bett gelegen. Nichts richtiges gegessen. Der Kühlschrank ist nichtmal leer.

So ein bisschen habe ich ja schon darauf gewartet das die depressive Episode wiederkommt. Die Arbeit ist nicht ohne, ich habe mich intensiv auf die Bewerbung fürs Studium vorbereitet und bin trotzdem nicht reingekommen, meine Oma ist gestorben.

Die Zeichen waren da das es langsam mal wieder bergab geht & das Chaos in meiner Wohnung ist nur eines der Symptome die mir schon vor einer Weile aufgefallen sind die ich aber trotzdem immer weiter habe wachsen lassen.

Mir geht es bei weitem nicht so schlecht wie es mir vor vor knapp 1 1/2 Jahren ging als ich es kaum aus dem Bett geschafft habe und mich alles überfordert hat.

Und jetzt mal ganz ehrlich… Wenn ich das hier so schreibe und darüber nachdenke fällt mir erst auf wie unglaublich das eigentlich ist. Das dieses vergleichsweise kleine Loch das erste ist was mich seit 1 1/2 Jahren erwischt hat obwohl ich seit mindestens nem halben Jahr so ziemlich alle Angewohnheiten die für meinen Genesungsprozess am Anfang essentiell war habe Schleifen lassen. Und sowohl privat als auch beruflich einige krasse Sachen erlebt habe.

Und das ist vielleicht auch der Punkt. Ich habe sie schleifen lassen und nicht aufgegeben. Zumindest die Grundgedanken sind hängen geblieben.

Klar muss ich mich jetzt wieder zusammenreißen und mehr Struktur und gute Rituale wieder in meinen Alltag einbauen und das bedeutet harte Arbeit, aber das Fundament steht noch.

Und statt mich über mich zu ärgern, zu jammern und über alle eventuellen Versager zu grübeln bin ich jetzt einfach stolz auf mich. So. Weil das kann ich wirklich sein.

Und jetzt, jetzt gehe ich endlich schlafen.